Zakros ist der viertgroesste der Minoischen Palaeste Kretas und liegt im aussersten Osten der Insel direkt am Meer.
Die Entdeckung des vierten Minoischen Palastes nach Knossos, Phaistos und Malia war reiner Zufall. Ein Bauer aus dem 4 km entfernten Bergdorf Zakros, der wie viele andere in der fruchtbaren kleinen Ebene am Strand seine Felder hatte, stiess beim Pfluegen immer wieder auf zahlreiche grosse und exakt behauene Quader sowie Fragmente von Vasen. Als die Ausgrabungen im Jahre 1961 begannen, glaubte man zunachst eine minoische Handelsstadt wie Roussolakkos bei Palekastro gefunden zu haben. Als jedoch die Ausgrabungen intensiviert wurden, stiess man auf eine Sensation. Ein vierter minoischer Palast und, im Gegensatz zu den bisherigen, ein weitestgehend unversehrter und nicht gepluenderter dazu.
Der Palast verbarg zahlreiche wichtige Funde, die im Archaologischen Museum der Inselhauptstadt Iraklion und im Museum von Sitia ausgestellt werden. In den umliegenden Hausern, die nicht direkt zum Palast gehoerten, fand man zahllose Tongefasse und kristallene Vasen von bezueckender Schonheit.
Ostwarts von Kato Zakros zieht sich eine durchwanderbare Schlucht durch das Bergland in Richtung Zakros (entspricht dem letzten Abschnitt des E4 auf Kreta). Die Hoehlungen in den Felswaenden der Schlucht wurden in minoischer Zeit zu Bestattungszwecken benutzt, aufgrund der vielen dort gefundenen meschliche Uberreste erhielt die Schlucht den Namen "Schlucht der Toten".
